Startseite
  Archiv
  Die Guten
  Die Bösen
  Tagebuch
  Gästebuch
  Kontakt
 


 

http://myblog.de/prozaic

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
About to bore

I am
like a hurricane
throwing the garbage
down your streets

I am the kornflake
in your milky way, placed between jam and spoon
I am a dead star rising
circling behind the dark side of the moon

I never die
I never sleep
Call me a jerk
Name me a thief

Up and down
to your left, at your side
the only friend
who takes you for a ride

Forever ever
I'll come back again
until I am not a proxy anymore
But now
I feel more than Neil Armstrong felt

ready to explore.
2.1.07 02:23


Sucht

Du gibst ihr deine Hand
sie streichelt sie sanft
und raubt dir den Verstand

Jede Sekunde
gehört nun ihr
denn für Schwächen
hat sie ein feines Gespür

Bis deine Augen tränen
und deine Hände zittern
du schenkst ihr alles
aber sie läßt dich verbittern

nichts, aber auch nichts ist viel wert
wenn sie an deinen Gedanken saugt
und dir hinterrücks die ewige Treue schwört

Niemals, sagt sie
ich laß dich nie mehr los
Niemals, sagt sie
ich bin längst zu groß
3.1.07 16:55


Damals

Nachts rutschten wir über Spiegel
spielten Ping-Pong mit Zeppelinen
ließen Sonnenschirme an einer Hutschnur fliegen
und flogen mit Delphinen

Wir waren uns der Mühe wert
und tranken Coco Chanel aus Einmachgläsern
wir fischten Meerkatzen von den Bäumen
und fuhren Skateboard auf knartschenden Rädern

Doch dann wurden Ausnahmen zu Regeln
der nasse Herbstwind fing uns ein
draußen wurde drinnen
denn niemand wollte mehr draußen sein

Jahre ist das her
dass wir Elfen lauschten und Reißwölfe zähmten
es war in einer Zeit
als wir uns für nichts und niemand schämten
5.1.07 02:12


Leben

Heute morgen bin ich wieder mit dieser existenziellen Angst aufgewacht. Es ist ein Gefühl, welches der Panik ähnelt, obwohl es nicht direkt die Stärke von Panik hat. Es ist eher ein flaues Gefühl, ein Wissen darum, dass man sich bald in Situationen wiederfinden wird in denen man niemanden mehr hat, außer sich selbst. Eine Ahnung, bald versagen zu werden und das Wissen, dass alles endlich ist, vor allem Freundschaften.
In diesen Momenten weiß man, dass man irgendwann mal ganz unten ankommen wird. Irgendwo, wo keine Sicherheiten mehr besteht und niemand da ist, der einen bei seinem Sturz auffängt. Die Ahnung dieses Moments stellt alles in Frage, was einen schon heute belastet - und die Antworten schießen hinterher. Liebe ich das, was ich mache, wirklich? Ich denke nicht. Sage ich allen die Wahrheit und bin ehrlich zu ihnen? Nein, bin ich nicht. Bin ich in der Lage, mich zu ändern? Nein, bin ich nicht.
Ende des Sommers wird ein Freund gehen, mit dem ich jetzt 1 1/2 Jahre verbracht habe. Der Gedanke daran zerreißt mich schon heute. Warum muss alles zuende gehen? Warum bricht irgendwann alles weg, was einem Hoffnung gibt und einen stützt. Vielleicht habe ich nur Angst, noch einsamer zu sein.
Das alles vermengt sich in einem Gefühl, was sich anfühlt, als würde man irgendwo sehr früh morgens auf einer Wiese aufwachen. Dann, wenn der Tau noch auf den Blättern liegt und man in seinem Schlafsack friert. Es ist, als würde dir jemand die Schutzschichten, die um dein Herz gelegt sind, wie bei einer Zwiebel wegschälen, bis nur noch die blanke Angst und das offene, pochende Herz übrig bleibt.
Ich weiß, dass es keine andere Möglichkeit gibt, als weiter zu machen und nach vorne zu sehen. Ich weiß, dass es keinen Sinn macht, sich schon jetzt vor bestimmten Momenten in der Zukunft (vor allem Prüfungen) zu fürchten, wenn noch nichts verloren ist. Es bleibt keine Alternative zur positiven Weltsicht, so dumm und pragmatisch das klingen mag. Und ich hoffe, dass das Wissen um diese unausweichlichen Momente, das Wissen um das Vergehen von Freundschaften, Liebe und guten Momenten den Schmerz lindern kann, eben weil auf eine Art und Weise vorbereitet ist.
All diese "Nutze den Tag!" und "Genieße das Leben!" Sprüche sind kaum umzusetzen, weil es immer etwas geben wird, was man nicht getan hat oder mit dem man eben nicht zufrieden war. Diese Sätze legen eine Last auf, der man nicht gerecht werden kann, weil niemand immer all das geben und ausleben kann, zu dem er wirklich fähig wäre.
Das Ziel kann nur sein, immer zu versuchen sein Bestes zu geben, dies aber nicht als Maßstab anzulegen, wenn man irgendwann zurückblickt und sich Vorwürfe zu machen, wenn es oft nicht geklappt hat. Hauptsache ist, dass man ein Ideal hat, egal ob man dieses erfüllen kann. Die Hauptsache ist, dass man lebt.
6.1.07 07:51


Grüße

Alles mag versinken
ich tauche wieder auf
wenn alles abwärts rauscht
schwimme ich flußauf

Die Zeit mag mir alles nehmen
und das Alter alles Schöne zerstören
wenn alle Stricke reißen
werde ich immer noch dir gehören

Und wenn Gott mich strafen will
in den Himmel holen, diesen schrecklichen Ort
doch wenn irgendwann die Apokalypse naht
werde ich wieder vom Himmel fallen
und mich klammern

an dein Wort.
8.1.07 00:42


Statt eines Rückblicks

Den Blick zurück auf Platten, Filme, Musikvideos und Bücher habe ich dieses (letztes) Jahr komplett verschlafen. Faulheit als Grund. Wer aber nicht genug von Hitlisten und Charts bekommen kann, der sollte nun hier klicken.

Zusammen mit dem Jahr 2006 ging ja auch (vorerst) die Spex zuende. Wer mehr darüber erfahren will, kann sich hier den (nicht ganz neutralen) Werdegang der Spex ansehen, in der taz ein Interview mit dem dem neuen Chefredakteur der Spex oder in der Zeit ein Interview mit dem Ex-Chefredakteur lesen, bei De:Bug den Stand der Diskussion erfahren und bei Spiegel Online einen Abgesang lesen.
9.1.07 15:31


We could

In einem plötzlichen Anfall von Sentimentalität widme ich dieses Lied allen, die diesen Blog lesen, aber vor allem allen Mitbloggenden, die ich verlinkt habe. Es geht immer nur nach vorn.

14.1.07 01:00


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung