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Das Geschenk unseres Lebens

Wir machen es uns einfach. Statt sich für immer zu verabschieden, sagen wir jedes Mal „bis bald“. Dass ein Zeitabschnitt vorbei ist, merkt man erst, wenn auch der zweite schon längst vergangen ist. Unser Leben steht auf Säulen, auf Karten, die das Schicksal bei bedarf vom Tisch wischen kann. Niemand gibt freiwillig eine Karte her, will sich selbst den Boden unter den Füßen wegziehen. Wir stehen wackelig auf diesen Stelzen. Bis zur nächsten Niederlage. Bis zum nächsten Abschied, zur nächsten Krankheit, bis zum Tod.
Ich kann auf die Uhr schauen und unsere letzten gemeinsamen Tage zählen. Alles strebt vorwärts, nur ich zähle zurück. In meinen Träumen lasse ich verschwundene Orte wieder auferstehen, erwecke gute Freunde wieder zum Leben und lasse weit voneinander entfernte Momente aufeinanderprallen.
Wie jeden Morgen stehe ich auf. Ich frage nicht: „Warum?“ Ich und der Tag, wir erledigen uns gegenseitig, bis zum Ende der Woche bleibt keine Zeit Atem zu holen. Alles was zu tun war, verschob sich auf den nächsten Tag. Alles was es zu erreichen gab, konzentrierte sich in einem Augenblick, den ich liebend gern schnell wieder vergaß. Wir tun so, als würde das ewig gehen. Wir können gar nicht anders. Wir sagen uns so „hallo“, als würden wir uns morgen wieder sehen. Wir sagen „tschüß“, als könnten wir bestimmen, wann unser Abschied kommen wird. Wir denken nicht nach, warum auch, es würde uns auf der Stelle zerreißen. Es ist unerbittlich.

Und doch kann man mit einem Grinsen auf das alles herab sehen. Auf uns selbst, auf die Zeit. Letztendlich mag alles verschwinden, aber wir haben das Spiel durchschaut, denn alles was wir verloren, hat immer nur uns gehört.
3.12.06 18:54


Schlaflos

Ich verlinke das mal, wenn ich darf.
6.12.06 23:06


Die Gedanken sind frei

Ein Wort knallt auf den Tisch
bleibt liegen, will weiter raus
schreit zerstören, zieht sich aus

Haut die Wahrheit um die Ohren
läßt die Gesichter schockgefroren
will sich nicht kuschelig an dich schmiegen
überholt rechts und läßt links liegen

Dann schluckt man Tränen
irgendwer schiebt fleißig nach
dann bricht die Wut heraus
und in den Mägen brennt die Schmach

Haut und Herzen liegen
wie die Wahrheit endlich blank
und doch fühlt sich alles falsch an
jemand verblutet innerlich
Wurde von zehn Leuten erschossen
ehrlich, aber mit dem Rücken zur Wand

Was braucht es?

Wahrheit braucht Intimität, kein öffentliches Abendessen.
Wahrheit braucht Verständnis, um das Gefühl nicht zu vergessen.

Wahrheit braucht Gleichheit, und nicht eins zu zehn.
Wahrheit braucht Vertrauen, damit Wunden nicht entstehen.

Wahrheit braucht Ehrlichkeit, jedoch ohne gefühllos zu sein.
Wahrheit braucht jemanden, der sie versteht.

Jemanden wie Dich, der ihr mutig und ohne Schutz ins Auge sieht.
9.12.06 21:16


Die feuchten Küße in den Bars.
13.12.06 00:09


Heute gehen wir

bis zum Ende

dieses Flußes

wir werden sehen

wo Schluß ist.
19.12.06 17:56


Razor

Wake up it's time
We need to find a better place to hide
Make up your mind
I need to know I need to know tonight

Sweet and divine
Razor of mine
Sweet and divine
Razorblade shine

Patience my dear
We could spend a lifetime waiting here
Maybe this time
I hope I get the chance to say goodbye

Sweet and divine
Razor of mine
Sweet and divine
Razor of mine

Day after day
Cutting away
Day after day
But anyway

Wake up it's time
We need to find a better place to hide
Make up your mind
I need to know I need to know tonight

Sweet and divine
Razorblade shine



Foo Fighters
21.12.06 16:33


Frohe Weihnachten

Im Moment bin ich eine Mischung aus leicht traurig und melancholisch. Ich höre Tocotronic, obwohl ich Blumfeld hören sollte. Ein Telefonat hat mich aus meiner Seelenruhe gerissen und in eine andere hineingeführt.

Smilanias Blog, in den ich seit mindestens einem halben Jahr (vielleicht sogar ein ganzes) nicht mehr hineingeschaut hatte, endete am 19.10 mit den Worten

"Everything was gray when I arrived in Germany. Perfectly adjusted to my mood. I have tears in my eyes when I leave the airplane. I have to wait 5 more hours at the airport, so I listen to sad music and think about my baby.

Love,
Christianerella

The End."

Irgendetwas ist los und ich weiß nicht, was genau es ist. Aber ich fühle mich nicht schlecht, und das ist ein Lichtblick.
26.12.06 02:07


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